Aktueller Info-Flyer – Gründe gegen die geplante Müllverbrennungsanlage

Müllverbrennungsanlage? Nicht mit uns!

Die LEAG plant, am Kraftwerksstandort Jänschwalde eine Müllverbrennungsanlage (MVA) zu errichten. Ab 2024 sollen hier jährlich bis zu 480.000 Tonnen Abfälle verbrannt werden.

Wir vom Aktionsbündnis engagieren uns aus folgenden Gründen gegen diese Anlage:

  • Es gibt regional nicht genug Abfälle für die MVA.

Das Brandenburger Umweltministerium hat Mitte April diesen Jahres bei einem Fachgespräch im Landtag klargestellt, dass die neue Anlage mit Blick auf die regional vorhandenen Abfall-Mengen nicht gebraucht wird. Auch ohne die Anlage „drohe in Brandenburg kein Entsorgungsnotstand“. Vor diesem Hintergrund könnten Müll-Importe aus ganz Europa die Folge sein.

  • Die MVA ist klimaschädlich.

Die neue Anlage würde ca. 600.000 Tonnen CO2 jährlich emittieren. Das ist ungefähr genauso viel CO2, wie durch das neue Moorschutzprogramm der Landesregierung mit Kosten Millionen-Höhe eingespart werden soll.

  • Die Wärme aus der MVA wird nicht gebraucht.

Bisher wurde Cottbus vom Kohlekraftwerk Jänschwalde mit Wärme mitversorgt. In diesem Jahr wird jedoch der Umbau der Cottbuser Stadtwerke auf Gas & erneuerbare Energien abgeschlossen sein; in Folge dessen kann Cottbus seinen Wärmebedarf komplett selbst decken. Allein für die Wärmeversorgung von Peitz ist die neue Anlage überdimensioniert.

  • Die MVA ist mit erheblichen Belastungen für Mensch & Umwelt verbunden.

Auch wenn alle Grenzwerte eingehalten werden sollten, wird die Anlage in großem Ausmaß Schadstoffe in die Luft abgeben, die sich in unseren Gärten, in den Peitzer Fischteichen, im angrenzenden Vogelschutzgebiet anreichern. Hinzu kommt der Transportverkehr: Trotz vorhandenen Bahnanschlusses sollen laut LEAG 90 Prozent der Abfälle per LKW antransportiert werden. Da die Anlage nicht gebraucht wird, sind wir nicht bereit, das hinzunehmen.

  • Die MVA behindert den Strukturwandel nach der Kohle.

Wir wollen, dass junge Familien in der Region bleiben – und neue dazukommen; hierfür braucht es Arbeitsplätze UND ein lebenswertes Umfeld. Wer möchte aber in der Nähe einer Müllverbrennungsanlage leben?! Der Cottbuser Ostsee soll zudem den Tourismus in der Region verstärken. Auch hierfür wäre die MVA kontraproduktiv.

  • Die Antragsunterlagen weisen gravierende Mängel auf.

Unabhängige Gutachter haben gravierende Mängel in den bisher eingereichten Unterlagen der LEAG festgestellt. Die Gemeinde Jänschwalde hat hierauf basierend eine umfangreiche kritische Einwendung eingereicht.

Sollte die Anlage trotzdem genehmigt werden, behalten wir uns vor, dagegen zu klagen.

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